Vorerst kein Intel Atom Konkurrent von AMD

Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Spekulationen gegeben, AMD stehe vor der Veröffentlichung einer speziell für Netbooks konzipierten Low Voltage CPU - hergestellt wie alle anderen aktuellen AMD-Chips im Dresdner Werk des Unternehmens.
Konkurrent Intel ist mit dem seit Juni erhältlichen Intel Atom Chip aktuell weitgehend konkurrenzlos, der Billig-Prozessor (Herstellungskosten < $10) findet in nahezu allen erhältlichen oder angekündigten Netbooks neuerer Bauart Verwendung.

Heute nun kam eine endgültige Absage der Kalifornier entsprechende Pläne betreffend: Statt der Entwicklung einer speziellen Netbook-CPU werde man die gesamte CPU-Architektur stromsparender konzipieren, damit alle Prozessoren potenziell Netbook-tauglich machen. Marktreif wird entsprechende Hardware aber nicht vor 2010 sein - ein beruhigender Vorsprung für Intel.

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Intel bestätigt Atom CPU Knappheit

Nachdem immer mehr Netbooks auf den Markt drängen und es bereits zu ersten Verzögerungen kam, räumt Intel nun erstmals ein, mit der Lieferung der bei Mini-Notebooks populären Intel Atom Prozessoren nicht nachzukommen. Man arbeite bereits an einer Behebung des Engpasses.

Anfang Mai hatte der Chiphersteller entsprechende Berichte noch dementiert.

Aktuell setzen alle Hersteller mit Ausnahme von Hewlett Packard und (teilweise) Asus bei ihren Netbooks auf den Low Cost Prozessor der Kalifornier. Entsprechend könnten sich erwartete Rollouts etwa des Acer Aspire One A150 (Ende Juli) oder des MSI Wind (August) noch einmal verzögern.

Die Leistungsfähigkeit des Intel Atom betreffend, äußerte sich Konzernchef Paul Otellini erstaunlich zurückhaltend: Für anspruchsvolle Anwendungen sei die CPU gänzlich ungeeignet. Für ihn selbst käme die Nutzung eines Intel Atom Netbooks somit nicht in Frage.

Dell E kommt zum Kampfpreis


Der US-Branchenriese Dell meint es offenbar ernst mit seinem Einstieg in das ‘Eee PC Segment’. Die gestern von engadget.com publizierten Spezifikationen des nun Dell E genannten Netbooks (ehemals Dell Inspiron Mini) lassen für August einen weiteren gefährlichen Konkurrenten für Asus’ Eee PC 900/901 erwarten.

Der Neun-Zoller wird - wie von Dell gewohnt - in verschiedensten Konfigurationen erhältlich sein. Angedacht sind bei einer 1,6 GHz Intel Atom CPU Solid State Drives mit 4 bis 16 Gbyte Speicherplatz, 512 Mbyte oder 1 Gbyte RAM sowie wahlweise ein Linux-OS oder Windows XP.

Auf allen Dell E soll zudem ein BlackTop genanntes ‘Instant On’ Betriebssystem installiert sein, mittels dem innerhalb weniger Sekunden rudimentäre Anwendungen bedient sowie im Internet gesurft werden kann. Asus hat eine solche Technologie bereits im Januar unter dem Namen Splashtop präsentiert.

Mit der günstigsten Ausstattung soll der Dell E ab August für nur $299 verkauft werden, womit sich die Kalifornier die Preisführerschaft im 8,9″ Segment sichern dürften. Wann und für wieviel der Dell E nach Deutschland kommt, hat das Unternehmen noch nicht verlauten lassen.

Gigabyte M912 - die Alternative mit Touchscreen

Der Gigabyte M912 - vorgestellt vergangene Woche auf der Branchenmesse Computex - versucht, Anwender mit einem um 180° drehbaren 9″ Touchscreen Display für sich zu gewinnen.
Günstige Laptops mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm sind nach wie vor Mangelware, vor allem kleinere Hersteller wie Kohjinsha (SA5) haben entsprechende Geräte im Angebot.

Das 1280×768px auflösende Display lässt sich über die Tastatur klappen, womit sich der Gigabyte M912 als Tablet PC verwenden lässt. Mit 1,2 kg ist das Gerät dennoch nicht viel schwerer als vergleichbare Konkurrenzprodukte konventioneller Bauart.

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MSI Wind ab August in Deutschland

Obwohl noch nirgendwo erhältlich, wird dem MSI Wind in diesen Tagen viel Aufmerksamkeit zuteil. Der Zehn-Zoller (1024×600px) ist in seinem Segment konkurrenzlos günstig, bringt bei größerem Display kaum mehr auf die Waage als der Eee PC 900.

Anlässig der IT-Leitmesse Computex in Taiwan hat MSI heute den Launch des MSI Wind U100 als ersten Vertreter einer ganzen Produktfamilie kleiner Computer für wenig Geld angekündigt. Weiterhin ist eine 9″-Ausführung (MSI Wind U90) sowie ein MSI Wind PC tituliertes Desktop Spinoff geplant.

Der MSI Wind U100 wird von einer mit 1,6 GHz getakteten Intel Atom CPU angetrieben, die von 1 Gbyte Hauptspeicher unterstützt wird. Statt SSD setzt MSI auf eine konventionelle 80 Gbyte Festplatte, beim Betriebssystem gibt es anders als bei Asus (Eee PC 900) und HP (2133 Mini-Note) keine Alternative zu einer Windows XP Installation.

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Atom UMPCs verspäten sich möglicherweise

Intels Atom CPU ist schon ein Erfolg, bevor das erste Gerät mit dem neuen Prozessor über eine Ladentheke ging.
Der kalifornische Halbleiterproduzent kann die gewaltige Nachfrage nach der speziell für günstige UMPCs und verwandte Geräte konzipierte CPU zumindest in den ersten Monaten bei weitem nicht befriedigen.

Branchenkreisen zufolge wird Intel im Mai nur rund 40% der bestellten CPUs ausliefern können. Betroffen davon sind Acer, MSI und Dell, die im Frühsommer mit Intel Atom bestückten UMPCs dem Eee PC 900 Konkurrenz machen wollten.
Die Konzerne haben nun die Optionen, den Rollout zu verschieben oder anfänglich nur kleine Stückzahlen auszuliefern bzw. sich auf bestimmte Märkte zu konzentrieren.

Nutznießer der Atom-Knappheit ist neben ASUS - der Eee PC 900 wird vorerst weiterhin mit dem ‘alten’ Intel Celeron M verschifft - auch Hewlett Packard: Im HP 2133 werkeln asiatische VIA-Prozessoren unterschiedlicher Taktung.

Die beiden Hersteller haben nun die Möglichkeit, sich in den kommenden Monaten einen möglicherweise entscheidenden Absatzvorsprung zum Wettbewerb zu verschaffen. Aufgrund der Ähnlichkeit vieler UMPCs - verbunden mit mangelnden Alleinstellungsmerkmalen - werden viele Interessenten kaufen, was zuerst verfügbar ist.

Update 05.04.08 Gegenüber dem deutschen Online-Magazin Golem dementierte Intel, mit der Lieferung nicht nachzukommen. Die Nachfrage liege zwar über den Erwartungen, die Kalifornier könnten sie jedoch befriedigen.

Wind PC: Der erste Intel Atom UMPC

Die Chancen stehen gut, dass der Wind PC - eine gemeinsame Entwicklung der beiden Motherboard-Giganten MSI und Gigabyte - der erste erhätliche UMPC sein wird, der von Intels neuer Low-Cost CPU Intel Atom betrieben wird. Das bedeutet eine Akkulaufzeit, die wohl deutlich über der vergleichbarer Geräte liegen wird. Der Wind PC wird in verschiedenen Ausführungen zu haben sein und zwischen EUR 299,- und EUR 699,- kosten.

Bei einer Konferenz Anfang April wurde ein Wind PC mit 1,6 GHz Atom CPU, 8,9″ Display, 1 Gbyte RAM, 4 Gbyte Flash-Speicher und vorinstalliertem Windows XP vorgestellt. Die Bepreisung dieser Ausstattungsvariante ist unbekannt.
Vermutlich wird der UMPC auch mit 10″ Bildschirmdiagonale und Linux OS zu haben sein.

Der Wind PC kommt der taiwanesischen Digitimes zufolge noch in diesem Quartal (also vor August) in den Handel.

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