Spiegelndes Display & 16:9 Bildschirmformat (1024×576px), dafür ein starker 6-Zellen Akku: Deutlich anders als erwartet kommt das Lenovo Ideadpad S10 als Lenovo Ideapad S10e in diesen Tagen in den deutschen Handel.

In Asien und den USA mit typischen 10,2″ Bildschirmdiagonale (1024×600px) und mattem, auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbarem Display ausgeliefert, bietet Lenovo in Europa lediglich die ursprünglich nur für den Bildungsmarkt bestimmte Ausführung seines Netbooks (das ‘e’ im Modellnamen steht für ‘education’) an.

Offenbar ein Update in letzter Minute: Viele Online-Händler verkaufen das Lenovo IdeaPad S10e als ‘reguläres’ S10, geben entsprechend falsche Spezifikationen an.

Der chinesische Herstellers - bekannt vor allem durch den Kauf der PC-Sparte von IBM (’Thinkpad’-Familie) - hat inzwischen die Produktstrategie bestätigt, allerdings nicht begründet. Klar ist: Die Entscheidung ist final, eine Einführung des Lenovo PeadPad S10 hierzulande nicht (mehr) geplant.

Das Lenovo IdeaPad S10e wird hierzulande in drei Konfigurationen angeboten. Lieferbar ist bislang nur das Top End Modell mit Windows XP home, 160 Gbyte HDD und 1 Gbyte RAM für EUR 349 in schwarz, weiß und rot. (EUR 15 sparen mit Gutscheincode E15NETBOOK)

Mitte September werden zudem zwei Linux-Modelle erwartet. Für EUR 299 gibt es das Lenovo IdeadPad S10e mit 4 Gbyte Flash-Speicher und 512 Mbyte RAM, EUR 30 mehr kostet der Zehn-Zoller mit einer 160 Gbyte großen mechanischen Festplatte und 1,5 Gbyte RAM.

Das (am ehesten vergleichbare) Windows-Modell kann sich durchaus mit der im wesentlich identisch ausgestatteten, aber  EUR 30 teureren Konkurrenz von Samsung und ASUS sehen lassen. Anders als beim Samsung NC10 ist zudem Bluetooth an Bord, einen ExpressCard-Slot (zum Beispiel für 3G-Karten) bringen außer dem Lenovo IdeaPad S10e nur die 8,9″ Netbooks von HP und von FSC mit.

Umso enttäuschender ist, dass die Chinesen das Netbook ausschließlich mit 10,1″ Glare-Display ausliefern. Was bei der Filmwiedergabe von Vorteil ist (natürliche Farben, keine störenden schwarzen Balken), ist beim Surfen und der Arbeit unter freiem Himmel ein echtes Ärgernis. Wer sein künftiges Netbook primär hierfür einzusetzen gedenkt und ohnehin keine Verwendung für den ExpressCard-Slot hätte, sollte eher zum Bestseller von ASUS greifen.